Wohnhochhaus LIESE
Berlin, Deutschland

Wohnungsbau


Die Ziele

Auf einem schmalen Grundstück zwischen Frankfurter Allee und Bahnhof Lichtenberg sollte ein Wohnhochhaus mit einem Nutzungsmix aus betreutem Wohnen, frei finanzierten und geförderten Wohnungen sowie Gewerbenutzung im Sockelbereich entstehen.

Die Umsetzung

Als selbstbewusster Solitär markiert der 64 Meter hohe Wohnturm das Tor zu Lichtenberg und ist als städtebauliche Dominante weithin sichtbar. Durch subtile Variation des Fassadenrasters und Artikulation der Fassadentiefe gliedert sich das Gebäude vertikal in drei Teile: Auf eine dreigeschossige Sockelzone folgen neunzehn Etagen sowie ein oberer Abschluss.

 

Die vertikale Gliederung bindet die Sockelgeschosse, welche Gewerbe-Bereiche beherbergen, visuell ein. Der Mittelteil wird über liegende vorspringende Fensterbänder akzentuiert. Seinen Abschluss findet der Turm mit den letzten vier Geschossen und der gemeinsamen Dachterrasse in seiner verbindenden vertikalen Struktur. 

 


Nutzungsmix mit sozialen Akzenten

Der Turm enthält 394 Wohnungen mit einem Mix aus frei finanzierten und geförderten Wohnungen sowie 2.800 qm Verkaufsfläche. Die Wohnungen verfügen über einen privaten Freiraum in Form von Loggien.

Wissenswertes

Die Lage auf einem schmalen Grundstück zwischen Frankfurter Allee und dem Bahnhof stellte eine besondere Herausforderung dar. Der 64 Meter hohe Wohnturm setzt ein Zeichen für das städtische Umfeld.

Die Merkmale

Der Wohnturm wird sowohl von Süden, auf dem Niveau der Bahn, als auch von Norden, auf dem Niveau der Frankfurter Allee erschlossen – mit einer klar zur Allee ausgebildeten Adresse. Über zwei Geschosse faltet sich die Fassade von der Frankfurter Allee zurück, um den Raum vor dem Gebäude aufzuweiten und ein wettergeschütztes Entree auszubilden.

 

Der Sockelbereich ist durch die Materialität mit Backsteinoptik akzentuiert, die Geschosse darüber tragen ein hochwertiges WDVS-System. 80 bis 100 Wohnungen werden mit der hauseigenen PV-Anlage energetisch versorgt.

 


Ornament und Plastizität

Das topographische Gefälle entlang der Frankfurter Allee von West nach Ost wurde in eine konturierte Landschaft mit Sitzstufen terrassiert und definiert so einen differenzierten Übergang vom Öffentlichen ins Private. Die Fassade aus hellem und dunklem Putz überzieht das Innere; so entstand eine reizvolle Mäanderform mit offenen und geschlossenen Ecken. Ornament und Plastizität vereinen sich in schöner Gemeinsamkeit. 

 

Der effizienten Erschließung mit nur einem Kern setzt der Turm ein differenziertes Orientierungssystem entgegen, das die Stockwerke mit Straßennamen und die Wohnungen mit Hausnummern versieht.

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