Büro und Verwaltung
Im innerstädtischen Kontext von Zürich sollte ein 1974 errichtetes Bürogebäude umfassend saniert werden. Die Bauherrschaft wünschte eine hochwertige Sanierung nach dem Prinzip 22·26.
Wissenswertes
Die Sanierung des Bürogebäudes nach dem Prinzip 22·26 Hybrid setzt neue Maßstäbe für ein umweltfreundliches Design, das Modernität und Respekt vor dem historischen Erbe vereint.
Die Sanierungsmaßnahmen umfassten den Rückbau der bestehenden abgehängten Decken, wodurch eine überzeugende Raumhöhe generiert und Speichermasse freigelegt wurde. Der kompakte Baukörper, mit Wärmedämmung und neuem Fassadenaufbau aufgerüstet, wirkt als effektive Barriere gegen äußere Temperaturschwankungen. Opake, geschlossene Fassadenelemente reduzieren den Glasanteil und wirken sommerlicher Überhitzung entgegen.
Minimale Haustechnik
Nach dem Umbau gemäß Prinzip 22·26 Hybrid kommt das Gebäude fast ohne konventionelle Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik aus. Im Winter trägt die Abwärme von Menschen, Beleuchtung und Geräten, im Sommer die automatische Nachtauskühlung dazu bei, die Temperaturen konstant zwischen 22 und 26 Grad Celsius zu halten und den Energieverbrauch für Heizung und Kühlung auf ein absolutes Minimum zu senken. Dabei sorgt das 22·26 Operating System über die automatische Steuerung der Fensterlüftungsflügel dafür, dass Luftfeuchtigkeit, Temperatur und CO2-Werte im definierten Bereich bleiben.
Die Stromversorgung des Gebäudes wird durch eine neu installierte Photovoltaik-Fassade sichergestellt. Eine Wärmepumpe gleicht Spitzen für Kühlen und Heizen aus. Weiterhin wurden Biodiversität und die Begrünung des Dachs umgesetzt.
Auf sechs Etagen bietet das Haus 1418 m² flexible Fläche, eine 140 m² große Rooftop-Terrasse mit atemberaubender Aussicht auf Stadt und teilweise Zürichsee – ein inspirierender Rahmen für Meetings, Pausen oder Events. Innenräume mit angenehmem Raumklima, Lehmputz auf Wänden und Decken bieten viel Platz für vielfältige geschäftliche Bedürfnisse, und der offene Grundriss ermöglicht flexible Layouts.
Differenzierte Fassadengestaltung, repräsentativer Eingang
Die Fassade setzt die Erdgeschosszone durch ein horizontales Band von den oberen Geschossen ab. Charakterisiert wird die Fassade von einer Überlagerung stark profilierender Lisenen horizontal/ vertikal. Die eingezogene Eingangsnische, vorgelagert zum Entrée mit direktem Kundeneingang in die Erdgeschossfläche, schafft einen großzügigen und repräsentativen Eingang.
Wissenswertes
Das Projekt ist für das Gebäudelabel BREEAM Refurb Outstanding nominiert. Es wäre das erste Gebäude in der Schweiz, welches dieses Label erhält – eine Bestätigung für nachhaltige Pionierarbeit.